Covid-19

Westend atmet

Unsere Physiotherapiepraxis möchte Sie schulen, um in der jetzigen Zeit nicht außer Atem zu kommen. Dafür arbeite ich 30 Minuten intensiv mit Ihnen an Ihrem bewussten Atem.


In Anbetracht der nicht abzusehenden Belastung für das Gesundheitswesen ist individuelle Vorsorge möglich und wichtig. Unser proaktiver Umgang mit der Pandemie beinhaltet folgende Themenschwerpunkte:

Außerdem besprechen wir unterstützende Maßnahmen bei Atembeschwerden und können mit einer Behandlung mit der heißen Rolle Ihr Lymphsystem anregen und Ihre Bronchien erweitern.


Ich verbinde meine 30-jährige Berufserfahrung als Physiotherapeutin mit meinem Wissen aus den 8 Jahren, in denen ich als Dozentin für Asthma-Schulungen bei Kindern und Erwachsenen tätig war. 


An dieser Stelle möchte ich gern auf den gelben Button "Startbaum" hinweisen. Dort habe ich viele Bausteine über Gesundheit aus den Jahren meiner Berufserfahrung für Sie zusammengetragen.

Sabrina Gussmann


Brustkorberweiternde Körperhaltungen, Dehnlagerungen und Ausatemtechniken mit reflektorisch vertiefter Einatmung.


Was können Sie tun, um gut durch die Nase atmen zu können? Und, warum Nasenatmung nicht nur für Asthmatiker so wichtig ist.


Sie lernen aktiv, in alle Lungenbereiche gezielt hinein zu atmen und auch, warum dies vor allem bei einer Lungenentzündung so wichtig ist.

Genießen und nutzen Sie die Zeit zu Hause,

um Ihre Atmung zu verbessern

„Alle Wünsche werden klein gegen den gesund zu sein“

 

Atemtherapie

Hierbei geht es unter anderem um die Erweiterung und Lockerung des Brustkorbes . Dabei helfen Dehnlagerungen wie zum Beispiel :

Den Halbmond, der Vogel, die Rückendrehdehnlage und die Bauchdrehdehnlage

Wirkung :  

 

  • Dehnung der Muskulatur
  • Verbesserte Belüftung bestimmter Lungenanteilen
  • Sekret - und Schleimlockerung
  • Verbesserte Durchblutung
  • Verbesserte Körperhaltung
  • Tiefenatmung in die seitlich vorderen Rippen, seitlich hinteren Rippen, Bauch und Brustbein


Atmung

Bäume atmen durch ihre Blätter. Sie bewegen sich leicht und unbeschwert im Wind. Durch sie haben wir den Sauerstoff, den wir benötigen. Unsere Bronchien sind wie Bäume aufgebaut. Der Gasaustausch findet an den Lungenbläschen statt.


Atmung ist für die meisten selbstverständlich. Solange es keine Probleme gibt, funktioniert sie von alleine. Doch sie ist auch steuerbar. Die Atmung kann der Schlüssel zu einer Reise durch den eigenen Körper sein. Durch sie  kann man die gesamte Körperspannung regulieren. Der Herzschlag lässt sich über die Atmung beeinflussen und „verrutschte“  Bandscheiben können über sie wieder ihren Platz finden.


Atmung heißt Geben und Nehmen. Sie lenkt den Energiefluss im Körper und versorgt alle Zellen mit Sauerstoff. Sie bringt ein Gleichgewicht zwischen zu viel und zu wenig. Sie bedeutet Harmonie und Achtsamkeit.

Atmung kann den Körper leicht machen und die Energiereserven auftanken, so dass sich ein Wohlgefühl ausbreitet.


Alles, was sie hierfür brauchen, ist etwas Zeit, Achtsamkeit und die richtige Anleitung.

Halbmond

Sie legen sich auf den Rücken mit den Handrücken auf dem Boden. Der linke Arm ist über den Kopf gestreckt. Die Beine liegen gestreckt nach rechts zeigend.

Sie schieben den rechten Arm bei jeder Einatmung nach unten zu den Füßen heraus. Zeitgleich schieben sie den linken Arm über den Kopf hinaus und das linke Bein nach unten, sodass die linke Rumpfseite sich verlängern kann und gedehnt wird.

Der Kopf ist leicht nach rechts gedreht. Bei der Ausatmung lösen Sie die Dehnung.

Jede Seite ca. 5 – 10 Atemzüge durchführen.


Dann versuchen Sie, sich mittig auf den Rücken zu legen, wobei die Nasenspitze in einer Linie zum Bauchnabel liegt und sich die Arme und Beine gleich lang anfühlen. Wieder fühlen Sie nach und beobachten mit einem innerlichen Auge die Atembewegungen. Sie lassen alle Spannung in Ihrem Körper los.


In dieser entspannten Lage machen sie nach jeder Ausatmung eine kleine Pause, bevor Sie wieder Einatmen. Es ist eine Pause, um sich auf die kommende Einatmung vorzubereiten, eine Stille, ein Innehalten ohne Stress.

Vogel - Variante 1

Kniestand, die Kniebelastung ruht auf beiden Knien mit gleichem Gewicht, die Zehen sind aufgestellt, die Hände auf dem Gesäß abgelegt, wobei  sich die kleinen Finger parallel zueinander positionieren.

Somit befinden sich die Arme und Schultern in einer Außenrotationsstellung und können nicht hochgezogen und als Atemhilfsmuskeln eingesetzt werden.


Sie atmen ein, führen die Ellenbogen zueinander, heben leicht den Kopf und richten das Brustbein in Richtung Zimmerdecke oder Himmel. Dabei verlängert sich der Bauch,  das Gesäß schiebt sich leicht nach hinten. Wie bei einer Waage, Brustbein schiebt sich nach vorne und in dem gleichen Grad schiebt sich das Gesäß nach hinten.


Dann atmen sie aus, lassen den Kopf nach vorne – unten hängen, entfernen wieder leicht die Ellenbogen voneinander aber lassen die Schultern in der aufgerichteten Position, das Brustbein bleibt auch in der Ausatmung gestreckt. Der Rücken bleibt gerade, nur der Kopf hängt.


Die Atmung strömt ohne Druck heraus, dann eine kleine Atempause der Stille und dann wieder Einatmen , die Ellenbogen zueinander führen und in den vorderen / oberen Brustkorb Bereich hineinatmen. Ca. 12 x durchführen.


Ihre Aufmerksamkeit ist ganz bei Ihrer Atmung und Bewegung, Sie denken an nichts anderes.

Dann legen sie sich auf den Rücken und fühlen nach. Wo finden Atembewegungen in Ihrem Körper statt und wo geben sie sich den Raum hinein zu atmen ?

 

Vogel - Variante 2

Wenn Sie Knieprobleme haben, dann können Sie sich auch  auf einen Hocker setzten, Beine sind geöffnet, Füße sind im guten Kontakt mit dem Boden, die Zehen entspannt.

Sie falten die Hände hinter Ihrem Rücken und schieben die Hände nach unten in Richtung Boden raus. Der Nacken ist hierbei gestreckt, der Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule. Sie atmen ein und schieben die gefalteten Hände von Ihrem Rücken weg. Bei der Ausatmung kommen die Arme dann wieder zum Rücken zurück.

 

Bei beiden Vogel Dehnlagerungen wird das Brustbein gedehnt. Darunter liegen die großen Bronchen. Bei Luftnot werden leicht die Schultern als Atem Hilfsmuskeln bei der Einatmung mit hochgezogen. Dies hilft jedoch nicht wirklich besser Luft zu bekommen. Der Brustkorb wird hierbei nur verspannt und fest.

Wird der Brustkorb wieder gedehnt und weich, kann die Lunge besser belüftet werden.


Entspannen Sie sich bei den Übungen. Gehen Sie nicht zu hart und zu sportlich mit sich um. Kein falscher Ehrgeiz, denn dies erzeugt  Stress. Genießen Sie die Zeit und die Aufmerksamkeit, die Sie Ihrem Körper schenken.

Rückendrehdehnlage

Bei der Rückendrehdehnlage werden die vorderen / seitlichen Rippenanteile gedehnt. Sie liegen auf dem Rücken , die Arme sind ausgebreitet mit den Handrücken zum Boden und beugen ein Bein an.

Der Fuß von dem angewinkelten  Bein stellt sich entweder auf dem Oberschenkel des gestreckten anderen Beines ab, oder an der Außenseite von dem anderen Bein auf dem Boden. Beide Schultern liegen auf dem Boden.


Nun bewegen Sie das Knie des angewinkelten Beines auf die anderen Seite zu dem gestreckten Bein hin. Dabei hebt sich die Hüfte des angewinkelten Beines vom Boden ab. Die Schulter dieser Körperseite des angewinkelten Beines bleibt jedoch auf dem Boden liegen. Die Hüfte mit dem Knie dreht sich nur soweit auf, wie diese Schulter es schafft liegen zu bleiben.


Hierbei atmen sie in die gedehnte Seite, mit dem angewinkelten Knie, tief ein. Der Kopf bleibt mittig liegen oder dreht sich leicht zu der gedehnten Seite.


Sie können in dieser gedehnten und gedrehten Position bleiben und Ein – sowie Ausatmen, oder bei jeder Ausatmung wieder das Becken zurück drehen.


Diese Übung führen Sie mit jeder Seite ca. 4 Minuten durch. Welche Seite geht leichter ? Dann wieder auf den Rücken legen und nachfühlen, wie sich die Körperspannung in Ihrem Körper verändert hat und wo nun von ganz alleine Atembewegungen stattfinden.

Bauchdrehdehnlage - Variante 1

Hierbei werden die seitlich hinteren Rippenanteile gedehnt und belüftet.

Sie liegen auf dem Bauch. Die Arme sind in U Haltung 90 Grad angewinkelt und 90 Grad vom Rumpf entfernt.

Die Schultern entspannen sich, sowie Kiefer und Gesichtsmuskeln. Sie nehmen das rechte Bein, lassen es lang nach hinten gestreckt, sodass der rechte Fuß fast in einer Linie zum linken Ellenbogen liegt. Das untere linke Bein wird nach vorne angewinkelt in Richtung zum rechten Ellenbogen. Der Kopf dreht sich zur linken Seite. Ist die Dehnung zu groß, dann kann der Kopf auch zur rechten Seite gedreht werden.


Bei jeder Einatmung bewegen sich die beiden Beine in entgegengesetzter Richtung auseinander. Das linke , untere Bein zieht sich hoch, das rechte obere Bein schiebt sich nach unten lang heraus. Hierbei wird der Rumpf gedreht, die Zwischenrippenmuskeln auseinander gedehnt und die Atmung vertieft. Bei jeder Ausatmung entspannen Sie sich und lösen die Dehnung auf.


Sie führen diese Dehnung zu beiden Seiten durch und vergleichen die Seiten. Welche Seite geht leichter ?

Dann entspannen Sie sich in Rückenlage, fühlen nach, lassen los und den Atem fließen.

 

Bauchdrehdehnlage - Variante 2

Kniestand, die Zehen sind aufgestellt. Der Kopf legt sich auf den Boden ab und ist nach links gedreht, sodass das rechte Ohr auf der Unterlage aufliegt. Der rechte Arm schiebt sich unter dem Bauch auf die linke Seite durch und liegt 90 Grad zum Rumpf mit der Schulter auf dem Boden.

Die linke Hand stützt sich ab, Fingerspitzen zeigen nach oben Richtung Nasenspitze. Beide Knie tragen gleich viel Gewicht. Das ist ganz wichtig. Nun drückt sich die linke Hand deutlich in den Boden, die linke Schulter bewegt sich nach hinten zur Wirbelsäule, der Kopf dreht sich nach links auf, sodass sie zur Decke schauen können. Sie atmen hierbei ein.


Bei der Ausatmung lassen sie die Bewegung langsam zurück kommen. Sie setzten eine Zwischenatmung, lassen los und dann bei der darauf folgenden gehen Sie wieder bei der Einatmung in die Dehnposition. Wieder führen Sie diese Dehnlagerung zu beiden Seiten durch.


Jede Seite ca. 2-3 Minuten durchführen. Bevor sie die Seite wechseln legen Sie sich auf den Rücken und fühlen, ob sich eine Seite freier und beweglicher anfühlt.


Abhusten

Es ist immer günstig mit der Schwerkraft abzuhusten.  Das heißt den Kopf niedriger als das Gesäß positionieren. Der Kopf ist abgelegt. Auf diesem Bild oben hängt der Bauch zwischen den Knien locker durch.


Diese Position kann auch zusätzlich zur Dehnung der Flanken eingesetzt werden, indem Sie im Wechsel immer ein Arm lang nach oben heraus schieben. Sie können sich aber auch auf einen Hocker setzten und die Ellenbogen auf den Knien abstützen und den Kopf hängen lassen. Es ist der sogenannte Kutschersitz.


Husten Sie nicht einfach drauflos. Dies nimmt Ihnen viel Kraft und reizt den Hals noch zusätzlich. Sie räuspern sich und halten den Mund geschlossen. Ein anhusten, ein brummen. Erst wenn genügend Schleim gelockert ist, husten Sie ab.

Sie können auch tönen, Lautübungen wie Aaaaaaa- Uuuuuuu- Mmmmm lockern den Schleim. Sie atmen dann wieder durch die Nase ein und beginnen erneut zu tönen.


Sie können auch versuchen gegen den geschlossenen Mund anzuhusten.

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